Mittwoch, 14. November 2012

Leere

Hey,
hier auch gleich mein erster Post über "Sentimientos" ;)


Leere.
Diese Leere in mir.
Woher kommt sie?
Ich bin verwirrt. Alle wissen es. Sie schauen mich so komisch an, mitleidig.
Wieso?
Mir geht es gut. Ich lebe weiter, lache. Was wollen sie mehr?
Du bist einfach weggegangen, ohne Abschied.
Aufeinmal warst du weg und kamst nicht wieder. Es war ein kalter Winter.
Ich weiß nicht, wie man sich in so einem Fall verhält. Aber ich dachte ich mach es richtig. Trotzdem fühlt es sich falsch an.
Nach einiger Zeit spricht mich meine Freundin darauf an. Ich kann nicht. Ich kann einfach nicht drüberreden.
Wenn du es totschweigst kommst du nicht drüber weg. Du lebst in der Wirklichkeit. Und wenn du es nicht wahrhaben willst, wirst du immer so leiden!“ sagt sie mir.
Wieso ich nicht weine? Ich weiß es nicht. Ich kann nicht. Ich habe Angst meine Welt zerbrechen zu sehen.
Natürlich kannst du es! Du willst nur nicht. Der wahre Grund ist, wenn du weinst, bedeutet das, dass es echt ist, real.”
Den ganzen Tag über war ich schlecht gelaunt. Und alle schauten mich nur noch mitleidiger an, als hätte ich es jetzt erst verstanden.
Der Himmel ist grau. Es regnet. Es ist kalt.
Du schwirrst mir die ganze Zeit in den Gedanken rum. Ich kann dich nicht vergessen.
Unachtsam stolpere ich die Treppe herunter.
Das Haus ist leer, ich bin alleine. Niemand kann mir helfen.
Wie ein Häufchen Elend liege ich da. Die Schmerzen quälen mich.
Mein Herz weint. Und dann weine ich wirklich.
Die Tränen wollen nicht enden, strömen wie ein Wasserfall aus mir raus. Alle Gefühle, die sich in mir angestaut haben, lasse ich raus.
Ich sehe meine Welt zerbrechen und habe unglaubliche Angst.
Ausgetrocknet findet mich meine Mutter und nimmt mich erschrocken in den Arm. “Ich bin bei dir! Wir alle sind bei dir und wollen helfen!” höre ich ihre warme ruhige Stimme, während ich wie gelähmt in ihren Armen liege, wie ein kleines Baby.
Ich öffne die Augen und sehe, wie ein Puzzlestück sich wieder in ein normales Leben fügt.
Und ich weiß, ich bin nicht allein!


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