Freitag, 3. Mai 2013

Nur ein Traum?!


Vorab: 
Der Text ist während dem Deutschunterricht entstanden, als unser Thema "kreatives Schreiben" war. Vorgegeben war nur das folgende Lied. Wir konnten entscheiden, was wir daraus machen wollten.
Ich freue mich über Rückmeldung! Wie gefällt euch der Text? Findet ihr, er passt zu dem Lied? :)


 Regentropfen kullern mein Fenster herunter. Ich beobachte sie dabei, während ich am Schreibtisch sitze, mit einem Stift in der Hand.
Tropf, tropf.
Mein Atem wird langsamer, stetiger. Schon tragen mich meine Gedanken hinfort/hinweg.

Ich lande auf einer grünen Wiese. Der Duft der vielen blühenden Blumen steigt mir in die Nase.
Der Duft des Frühlings.
Die Farbenpracht strahlt mich an. Sie heißt mich willkommen, als gehöre ich hierher. Hier ist meine Heimat. Ich nehme alles in mich auf. Niemals will ich dies hier vergessen. Während mein Blick über die Wiese schweift, breitet sich eine wohlige Wärme in mir aus. Die Sonne kitzelt meine Haut.
Mit einem Lächeln im Gesicht drehe ich mich um und blicke in zwei meeresblaue Augen.
Langsam, Schritt um Schritt kommst du auf mich zu. Voller Anspannung halte ich mich zurück. Du gibst mir zu verstehen, ich solle genießen. Wir haben alle Zeit der Welt, für uns steht sie still. Als du endlich bei mir bist, betrachtest du jedes kleinste Detail, als hättest du Angst, mich vergessen zu können. Sanft berühren sich unsere Lippen und ich schmecke an dir den Frühling.
Wir suchen uns den schönsten Platz auf der Wiese, unter einer Trauerweide. Eng umschlungen lauschen wir dem Rauschen einer nahen Quelle und den Vögeln. Wir schauen den bunten Schmetterlingen und den Tieren des Waldes zu, die aus ihrem Winterschlaf erwachen. 
Reden brauchen wir nicht. Wir verstehen uns ohne Worte. Wir genießen einfach unsere Zweisamkeit. Deine Finger streichen mir sanft durchs Haar. Du wickelst eine Strähne um deinen Finger. Du pflückst eine rote Blume und steckst sie mir ins Haar. Ich kann nicht aufhören zu lächeln. 
Es ist zu traumhaft, zu perfekt.
Ein sanfter Wind kommt auf. Er lässt die Blätter der Bäume tanzen und umspielt mich. Plötzlich bin ich überwältigt von meinen Gefühlen. Lachend stehe ich auf und tanze. Du schaust mir ebenfalls lachend zu. Ich bin glücklich.

Der Wind verführt mich. Ich werde leichtsinnig. Lachend drehe ich Pirouetten. Immer und immer wieder.
In dem Moment verändert sich der Wind. Er ist kalt, durchschneidend. Erschreckt schaue ich zu dir. Dein Gesichtsausdruck verändert sich. Kalt, distanziert. 
Was ist nur los?
Die Dunkelheit, die dich umgibt, ängstigt mich. 
Was ist passiert?
Der Sturm peitscht zwischen uns. Er reißt uns auseinander. Ich versuche, dagegen anzukämpfen, gebe nicht auf. 
Ein Blick zu dir, der letzte, eine Träne. 
Ich falle.

Schwarz.

Voller Schreck erwache ich wieder. Mein Blick schweift hektisch durch den Raum.Mein Her rast vor Aufregung. Noch völlig benebelt suche ich meine innere Ruhe, während ich aus dem Fenster schaue. Draußen regnet es immer noch, alles ist grau.
Bei etwas Buntem bleibt mein Blick hängen. Erstaunt starre ich dort hin. Eine Blume, die trotz aller Hindernisse blüht- rot. Ich erkenne sie wieder. Es ist die gleiche Blume, die im Traum mein Haar schmückte.
Die Erinnerungen werden lebendig. 
Endlich bin ich mir des Gefühls bewusst, das schon immer in mir ist.
Es lässt mich nicht alleine.
Es spricht mir Mut zu,
die Hoffnung.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen