Montag, 3. Februar 2014

Ich will endlich fliegen, so einfach ist das

Hallo ihr Lieben,
da ich die letzten 2 Monate mir viel Zeit nahm zum Lesen, bekommt ihr hier endlich ein paar Rezensionen.



„Ich will endlich fliegen, so einfach ist das“ von Katarina von Bredow

Buch hinten:

„Ist die cool oder einfach nur durchgeknallt?“, flüstert sie. Ich zucke mit den Schultern. 
Aber eines ist sicher: Das neue Schuljahr wird definitiv weniger langweilig als das Letzte, wenn Silja in unserer Klasse bleibt.  

„Nur wenige Autoren können eine Geschichte so vorantreiben wie Katarina von Bredow. Sie erzählt mit Nähe und Wärme und schreibt so fesselnd, dass man süchtig wird.




Inhalt: 

Vendela ist in Nils verliebt. Oder in Sven. Liebe ist immer kompliziert. Und dann kommt die Neue in die Klasse. Entweder ist Silja verrückt oder unglaublich cool, jedenfalls wirbelt sie alle und alles durcheinander. Auch Vendela, die vor vielen Entscheidungen steht. Erstaunlich, wie aufwühlend, lebensnah und spannend solch eine Geschichte sein kann – wie das Leben eben. Vendela, die 15-jährige Ich-Erzählerin, weiß, dass sie nichts von ihrer besten Freundin Tonja trennen wird. Nicht mal Nils. Der weiß eh nicht, was er will - war er den Abend am Meer noch so nah, rückt er am nächsten Morgen in der Schule in weite Ferne. Doch von der Neuen ist Vendela fasziniert, denn Silja pfeift auf alle Regeln und die imaginären Grenzlinien, sie wagt es sogar, sich mit der »Klassenqueen« anzulegen. Vendela ist hin- und hergerissen und muss sich entscheiden, vor allem als Silja offensichtlich gemobbt wird – für das Alte oder das Neue, für Tonja oder Silja, für Nils oder für Sven, den sie zu allen anderen Gefühlsverwirrungen kennenlernt. Je höher man fliegt, desto tiefer kann man fallen. Doch wer gar nicht fliegt, stirbt vor Langeweile ...




Fakten:



Autor: Katarina von Bredow

Erscheinungsdatum: 04.03. 2013

Seitenanzahl: 344

Verlag: Beltz & Gelberg

empfohlenes Alter: 14 - 17




Meine Meinung:

„Wie kann man so jung und dumm und so erwachsen und klug zugleich sein?“, fragt Papa.

Das passt genau zu der Beschreibung, wie Silja ist. Einerseits ist sie mit ihren 15 Jahren naiv, schüchtern und unerfahren. Man hat das Gefühl, dass sie noch nicht ganz so weit ist mit ihrer Entwicklung. Andererseits trägt sie einen dunklen Schatten der Vergangenheit bei sich, da ihr kleiner Bruder schon früh starb. Irgendwie lebt sie so vor sich hin. Bis die Neue in der Klasse auftaucht, Silja. Ihre Mutter hat sich umgebracht. So haben die beiden etwas tiefes gemeinsam- zu wissen, wie es ist, wenn jemand tot ist. Nach und nach nähert sich der Kontakt zu Silja, die in der Klasse eher unbeliebt ist. Eben weil sie vieles riskiert und macht was sie will. Plötzlich lässt Siljas Verhalten Vendela nachdenken. Sie scheint in manchen Situationen erwachsen, da sie schon früh diesen Schicksalsschlag erlitt und sie sich viele philosophische Gedanken macht. Über das Leben und das Fliegen.
Je mehr sie sich mit Silja anfreundet, desto mehr entfernt sie sich von ihrer besten Freundin Tonja, die immer für Verständnis und Sicherheit sorgte.
Ab einem bestimmten Punkt ändert sich Vendela total. Sie erlebt so viel an einem Wochenende, was für sie ein echter Wendepunkt ist. Zuerst geht sie mit Silja auf eine Party und ist total betrunken. Und am nächsten Tag ist sie es, die endlich das Thema, ihres verstorbenen Bruders, mit ihren Eltern bespricht. Darüber wird nämlich nicht viel geredet. Jedenfalls macht sie sich plötzlich Gedanken über ihr bisheriges Leben und die Zukunft. Und auf einmal fragt sie sich selbst wer sie eigentlich ist und fängt die Suche nach ihr an.


Es ist ein süßes Buch, das sehr bodenständig und realitätsnah ist. Man spürt die Entwicklung von Vendela, die sich plötzlich mitten in der Pubertät befindet. Man fühlt mir ihr mit. Die eher philosophischen Fragen lassen einen selbst Nachdenken. Vendela ermutigt einen selbst als Leser auch mal etwas zu riskieren.
 

Zitate:

S.173 Das ist neu und spannend und ein bisschen gefährlich. Ich habe meine knittrigen Flügel ausgebreitet, sie müssen noch ein wenig in der Sonne trocknen, aber dann werde ich hoch, höher, am höchsten fliegen.

S.305: Vielleicht habe ich mich ja geirrt. Vielleicht ist das Unmögliche plötzlich möglich. Vielleicht ist nichts so kaputt, dass man es nicht wieder kitten könnte. Möglicherweise wird es nicht mehr so, wie es ursprünglich einmal war, aber wenigstens zu etwas anderem.

S.314/315: Wahrscheinlich muss ich einfach akzeptieren, dass das Leben nicht mehr leicht verständlich, sondern plötzlich total unbegreiflich ist. Ich weiß nicht mehr, wann ich verzweifelt und wann ich glücklich sein soll. Bin ich das eine, zeigt sich im nächsten Augenblick, dass ich das andere sein sollte, um dann gleich wieder umzuschwenken.  

Viel Spaß beim Lesen, eure Thekla :)


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