Samstag, 8. Februar 2014

the beginning of something new- 1



Ich bin auf einem Geburtstag. Meine Eltern schleppten mich und meine kleine Schwester mit, da ein Freund von ihnen einen runden Geburtstag feiert. Er wird 50. Ich war als kleines Kind schon oft bei den Freunden zu Hause. Ich erinnere mich, dass sie drei Kinder haben. Zwei Jungs, ein Mädchen. Das Mädchen ist immer noch die beste Freundin meiner zwei-jahre-jüngeren Schwester. Der eine Junge ist, soweit ich weiß, in meinem Alter. Er müsste jetzt also 16 oder 17 Jahre alt sein. Der größte Sohn ist jetzt bestimmt schon 20.
Seit langem war ich nicht mehr in diesem Haus. Als ich davor stehe bin ich erstaunt, von diesem Haus. Es ist ein altes, schönes und großes Haus. Früher gehörte es einer adligen Familie, das Haus ist das einzig kostbare Erbe, das in der Familie viele Generationen, weitergegeben wird. Zum ersten Mal bin ich mir dieser Schönheit bewusst. Es ist das absolute Traumhaus. Ich würde liebend gerne darin wohnen. Als Kind habe ich das nicht so schätzen können.

Der Raum, in dem wir sitzen, ist sehr schlicht gehalten. Ich kann mir vorstellen, wie hier früher Teepartys stattfanden. Die Wände bestehen aus dunklem Ebenholz, wie alle in diesem Haus. Alle Möbel sind ebenfalls aus diesem edlen Holz.
Ich bin umgeben von Erwachsenen. Meine Schwester amüsiert sich mit ihrer Freundin. Ich aber langweile mich. Nun ist die beste Zeit das ganze Haus zu erkunden. Ich will mehr sehen. Meine Mutter erzählt gerade mit der Hausherrin und Gastgeberin. Sie erkennt mich: „Hallo, Esther. Schön dich mal wieder zu sehen. Mensch du bist so groß geworden und hübsch.“ Ich fühle mich geschmeichelt und merke, wie meine Wangen sich erröten.
„Hallo. Ja, schön mal wieder hier zu sein. Ich bin begeister von eurem Haus, es ist so schlicht und edel.“, fange ich an zu schwärmen.
„Das freut mich, das es dir hier gefällt. Du bist früher immer sehr gerne hergekommen. Erinnerst du dich noch? Da warst du 4 Jahre. Du warst mit Henry ständig auf Entdeckungstour. Ach, wo ist er denn nur? Naja, später wirst du ihn noch sehen. Hier scheint es gerade etwas langweilig für dich oder? Wenn du willst, kannst du dich im Haus umschauen und Neues entdecken.“, sie zwinkert mir dabei zu. Das Angebot nehme ich gerne an und melde mich sofort ab. Schon bin ich auf dem Weg. Die Eingangshalle, in der ich stehe, ist groß. Bestimmt das Doppelte von unserem Wohnzimmer zu Hause. Die Decken sind hoch. In der Mitte steht ein kleiner Springbrunnen. Man sieht, das ein Vermögen in diesem Haus steckt. Es ist keinesfalls protzig, sondern stilsicher. Außerdem herrscht hier eine behagliche Atmosphäre. Neugierig gehe ich quer durch die Eingangshalle auf die große breite Holztreppe zu. Meine rechte Hand legt sich leicht auf das Geländer. Die Treppe wendet nach rechts und geht noch ein Stockwerk höher. Ich erinnere mich vage, dass die Schlafzimmer dort sind. Im ersten Stock bleibe ich stehen. Während ich hier langlaufe, fühle ich mich in eine andere Zeit versetzt. In eine Zeit, in der dieses Haus und die Familie sehr angesehen war. An eine Zeit mit vielen berauschenden Bällen. Eine Zeit, die schon lange her ist.

Mein Traum beginnt. Vor mir befindet sich eine große Flügeltür. Sie steht offen, an ihrer Seite steht ein Butler. Er gibt mir zu verstehen, einzutreten. Doch ich bleibe angewurzelt am Eingang stehen. Der Raum sieht aus wie ein Ballsaal. Wahrscheinlich wurde es genau zu solchen Ereignissen benutzt. Die Lichter an der Seite erleuchten den Saal. Mitten im Saal hängt ein großer Kronleuchter von der Decke. Darunter tanzen die Gäste ausgelassen. Viele bunte rauschende Kleider sehe ich, viele Anzüge. Die Stimmung ist ausgelassen. Ich sehe, dass die Menschen Spaß haben. Ergriffen davon, will ich schon eintreten, als mir einfällt, da ich kein Ballkleid trage. Ich schaue an mir herunter und stelle fest, dass mein Kleid sich geändert hat. Mein schlichtes weißes Kleid, das bei mir über den Knien aufhört, wurde umgetauscht. Jetzt trage ich ein wunderschönes rotes Ballkleid. Schlicht und edel, sodass ich perfekt hier reinpasse. Meine braunen langen Haare, umschmeicheln meine freien Schultern. Plötzlich höre ich Musik. Sie passt überhaupt nicht zu der heiteren Stimmung, die dominiert. Das Klavierstück klingt traurig. Die Töne zerreißen mir das Herz. Ich bin überwältigt, wie viel Gefühl darin steckt. Es ist wunderschön. Ich vergesse alles um mich herum und schließe meine Augen. Meine Gedanken treiben auf der Welle der Musik dahin...

Kommentare:

  1. Omg so süß
    welches mädchen hat nicht solche tagträume
    du bringst echt aufs papier was andere - und wahrscheinlich auch du - träumen
    hast du mal an einem kurzgeschichten wettbewerb teilgenommen?

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    1. Dankeschön :)
      Nein, an irgendetwas teilgenommen habe ich noch nicht, aber schöne Idee :)

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  2. Hallo Liebes,
    ich habe bei Stylefruits gesehen, dass du gerne an meiner Blogvorstellung teilnehmen würdest.
    Ich würde mich sehr über deine Teilnahme freuen, dafür musst du aber mal bitte auf meinem Blog vorbeischauen und die Regeln befolgen. Ich hinterlasse dir mal den direkten Link zum Post:
    http://summerlights-skye.blogspot.de/2014/02/blogvorstellung-3.html

    xx

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