Mittwoch, 30. April 2014

the beginning of something new - 8


Nach einer Viertelstunde steigen wir aus und kommen an der Schule an. Dort begrüßt Jule uns stürmisch. Sie schaut mich auffordernd an und fragt:„ Und?“
Verwirrt frage ich zurück: „Was und?“
„Ach, jetzt tu nicht so Esther. Ich will alles wissen. Los erzähl!“
Ich starre sie an. Was meint sie nur?
„Spann uns nicht auf die Folter meine Liebe. Fang an!“, drängt sie mich.
„Jule, tut mir leid. Ich weiß wirklich nicht, wovon du redest.“
„Siehst du, ich hab es dir gesagt. Wer hatte Recht? Sie hat es nicht getan.“ schaltet sich Sabrina in unser Gespräch mit ein.
„Was habe ich nicht getan? Klärt mich endlich mal jemand auf?“, frage ich mit Nachdruck.
Jule, die mich jetzt enttäuscht anschaut, antwortet:„Du hast dein Versprechen nicht gehalten. Du hast Henry nicht zurückgerufen oder?“ Ach, darum geht es. Endlich weiß ich Bescheid. Mit einem Blick auf meine Freundinnen wäre ich lieber ahnungslos geblieben. Jule schaut betrübt zum Boden. Sabrina hingegen schaut mich mit diesem Blick an, bei dem mein Instinkt mir befiehlt wegzulaufen. Ich will nicht darüber reden. Lieber schiebe ich es vor mir her. Zu meinem Glück klingelt es in diesem Moment und ich laufe schweigend zu unserem Klassenraum. Hinter mir her trotten meine Freundinnen.
Nach zwei Stunden fühlt sich mein Kopf an, als müsste er gleich platzen. Eben hatten wir Geschichte. Unser Lehrer redet leider immer so viel. Wenn man ihn was fragt, beantwortet er die Frage, indem er eine halbe Stunde lang darüber redet. Er ist ziemlich leicht abzulenken. Froh bin ich, als ich dann hinaus an die frische Luft komme. Der kühle beißende Wind stört mich heute nicht. Er erfrischt mich und sorgt dafür, dass ich nicht im Stehen einschlafe. Meine ersehnte Ruhe kann ich allerdings vergessen. Jule und Sabrina nehmen unverzüglich das Gespräch von heute Morgen auf.
„Esther. Ich bin sichtlich enttäuscht von dir. Seit wann lügt man seine besten Freundinnen an?“, beginnt Jule.
„Das war ja nicht richtig gelogen. Ich hatte die Finger hinter meinem Rücken überkreuzt.“ -beide rollen mit den Augen- „Was hätte ich denn tun sollen? Ihr hättet mich nie in Ruhe gelassen. Das Thema ist mir irgendwie unangenehm. Gestern Abend habe ich mir noch lange Gedanken darüber gemacht. Ihr habt ja Recht. Ich sollte ihn anrufen. Aber um zehn Uhr fande ich es zu spät. Also verschob ich es auf heute. Aber seit ich aufgestanden bin, fürchte ich mich davor. Ich weiß nicht, ob ich wirklich so viel Mut habe ihn anzurufen.", gestehe ich ihnen meine Zweifel.
Eine kurze Pause entsteht.
Dann bricht Jule das Schweigen: „Gut. Wir verzeihen dir. Und wir verstehen auch, dass das für dich schwierig ist. Aber was ist schon dabei? Ich werde kein Nein akzeptieren. Deine mentale Unterstützung kommt heute um vier Uhr zu dir heim. Zu dritt schaffen wir das.“
Schnell gebe ich nach. Wenn Jule sich was in den Kopf gesetzt hat, dann macht sie das auch. Niemand kann sie davon abhalten.

Der restliche Schultag geht zäh vorbei. Die Stunden ziehen sich nur dahin und ich versuche ständig meine Augen offen zu halten. Die Schulklingel nach ein Uhr ist wie eine Erlösung für mich. Zuerst verabschiede ich mich von Jule vor der Schule. In der Straßenbahn begegne ich meiner Schwester. An der einen Straßenecke verabschiede ich mich von Sabrina und gehe zusammen mit Anne nach Hause. Unsere Mutter ist schon am Kochen. Als meine Augen schließlich über dem leeren Nudelteller zufallen, empfiehlt meine Mutter mir, mich nocheinmal kurz hinzulegen.
Diesen Rat nehme ich nur zu gerne an und befolge ihn ohne weiteres.

Dienstag, 29. April 2014

the beginning of something new - 7







Als ich im Bett liege, halte ich mein Handy in der Hand und überlege noch mal, über was wir heute geredet haben. Meine Freundinnen haben Recht, vielleicht sollte ich es riskieren. Ich gehe auf mein Telefonbuch und starre deine Nummer an. Nur um dann alles wieder schnell zu schließen und mein Handy zur Seite zu legen. Das mache ich bestimmt fünf Mal oder mehr. Irgendwann komme ich zu dem Entschluss, dass es schon zu spät ist. Heute melde ich mich nicht mehr. Aber gleich morgen Mittag mache ich es, wenn ich aus der Schule heimkomme.
Lange liege ich noch wach im Bett, meine Gedanken können sich nicht beruhigen. Ständig muss ich an dich denken. Nach einiger Zeit bin ich dann doch so müde, dass ich einschlafe.



Ein schrilles Piepsen reißt mich aus meinem traumlosen Schlaf hervor. Ich schrecke hoch und starre grimmig auf meinen Wecker. 6.30 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Ich will aber nicht aufstehen. Murrend drehe ich mich nochmal um und merke nicht, wie schnell meine Augen wieder zufallen. Schon wieder schrecke ich hoch, als meine Schwester Anne in mein Zimmer stürmt.
„Esther. Loos, aufstehen. Du musst dich jetzt aber echt mal beeilen.“, unsanft rüttelt sie an mir.
Ich brumme nur unfreundlich vor mir her: „Lass mich in Ruhe. Ich will schlafen.“
„Gut, dann komm halt zu spät zur Schule. Es ist schon sieben Uhr. Du hast nur noch eine halbe Stunde Zeit. Das schaffst du eh nicht mehr. “
Als sie aus meinem Zimmer geht, öffne ich meine Augen. Mist, nur noch so wenig Zeit. Viel zu schnell ist die Nacht vorbei gegangen. Noch immer bin ich todmüde. Nur schwer steige ich aus meinem Bett. Schnell ziehe ich meinen Lieblingspulli und eine bequeme Jeans an und schlurfe ins Bad. Dort sehe ich die dunklen Ringe unter meinen Augen, die auf meinen kurzen, schlechten Schlaf hindeuten. Ich versuche sie zu überschminken. Als ich mit dem Ergebnis soweit zufrieden bin, gehe ich nach unten und werde von meiner Mutter überschwänglich begrüßt. „Guten Morgen, Schätzchen. Wie geht es dir? Hast du gut geschlafen“
Ich bekomme nur ein: „hm morgen“ raus und setze mich neben meine Schwester Anne, die gerade aufsteht, an den Küchentisch. Zwar steht eine Kleinigkeit zu essen vor mir auf dem Tisch, aber ich bekomme gerade nichts runter. Außerdem stelle ich fest, dass ich gleich los muss. Anne ist schon losgegangen. Sie ist immer so überpünktlich.

Also verabschiede ich mich, nehme meine Tasche und verlasse das Haus. Zwei Straßen weiter wartet Sabrina schon auf mich. Zusammen laufen wir um die Ecke zur Straßenbahnhaltestelle.
„Oh mann, ich wollte gerade losgehen. Wieso bist du so spät?“, empfängt sie mich.
„Frag nicht. Ich hatte fast gar keinen Schlaf. Bin todmüde und wollte einfach nicht aufstehen.“
Du arme. Wieso konntest du nicht schlafen?
Zu viele Gedanken in meinem Kopf. “
Ja, da kann man echt nichts machen. Wir sind ja noch pünktlich.“ Während sie das sagt, steigen wir in die Straßenbahn und ergattern uns zwei freie Plätze nebeneinander.  

Montag, 28. April 2014

meine Playlist

Hey ihr Lieben,
heute habe ich mal wieder eine Playlist für euch zusammengestellt. Sie besteht aus den Liedern, die ich zurzeit gerne höre. 
Hört doch einfach mal rein :)

Eva Cassidy - Time after time:



Rebecca Sharing - Never be the same again:




 A day to Remember - I remember:



Kings of Leon - Use Somebody:




Mighty Oaks - Brother:


Ed Sheeran - I see fire:


Panic at the disco - Nicotine:
(das ist zurzeit mein absolutes Lieblingslied. Ich höre das immer täglich, rauf und runter, weil es einfach so cool ist :D)





Falls die Lieder nicht abgespielt werden, klickt auf den Link. Das tut mir dann Leid, aber irgendwie funktionierts nicht so richtig...
Wie findet ihr die Lieder? Vielleich gefällt euch das ein oder andere ja. 

Eure Thekla :)



Sonntag, 27. April 2014

kurzer Post

Ihr Lieben,
ich melde mich mal kurz.
Es tut mir Leid, dass ihr nur so selten von mir hört. Momentan ist bei mir einfach viel los, da komme ich nicht dazu, noch einen Post zu verfassen. Zudem ist mein eigener Computer funktionsuntüchtig, sodass ich den von meinen Eltern benutzen muss. Der ist leider oft dann besetzt, wenn ich Zeit habe...Ich hoffe, dass dieses Problem bald behoben ist.
Ich habe schon einige Entwürfe angefangen, allerdings müssen auch die erstmal fertig gemacht werden. Ich hoffe, ich finde wieder öfter Zeit zum bloggen. Auch bei meiner Geschichte wird immer mal wieder ein Teil kommen. Soweit ich es schaffe zu schreiben. :)
Ich hoffe, ihr versteht das und seid mir nicht böse.
Liebe Grüße eure Thekla :)

Mittwoch, 16. April 2014

the beginning of something new - 6


Am nächsten Tag sitze ich abends vor dem Fernseher. Mein Handy liegt neben mir und vibriert auf einmal. Ich schaue drauf und lese deinen Namen. Es klingelt weiter. Ich will nicht abheben. Habe ich dir nicht deutlich klar gemacht, dass ich dich nicht sehen will? Vielleicht fühlt sich ein kleiner Teil von mir auch schuldig, weil ich so wütend war. Dieser Teil will nicht mit dir reden, weil ich mich dann entschuldigen müsste. Dazu bin ich nicht bereit. Also starre ich auf den Fernseher und bekomme gar nicht so richtig mit, was läuft. In meine Ohren drängt nur das Vibrieren, das irgendwann aufhört. Gut, er hat es aufgegeben.
Den Anruf verdränge ich aus meinen Gedanken, sodass ich den restlichen Abend an alles Mögliche denke, nur nicht an das. 

 
Noch ein weiterer Tag vergeht. In der Schule verabrede ich mich wieder mit meinen Freundinnen. Nach der Schule gehen wir drei zu Jule nach Hause. Ihre Eltern sind noch arbeiten, das bedeutet, wir sind alleine zu Hause. Voller Freude machen wir drei uns zum Mittagessen Pizza selbst. Zum Glück müssen wir heute keine Hausaufgaben machen, weshalb wir erst länger als nötig in der Küche sitzen, dann in Jules Zimmer gehen und über alles Mögliche reden. Irgendwann kam der Moment, in dem wir uns peinliche Geschichten aus der Vergangenheit erzählen. Auch wenn wir sie schon kennen, sind wir dauerhaft am Lachen. Natürlich kommen viele Geschichten aus unserer Kindheit. In einem Lachanfall sagt Sabrina: „Esther, mir fällt gerade wieder eine Geschichte ein. Du hast doch mal erzählt, dass du als kleines Kind bei Henry im Bett geschlafen hast. Du hattest so Angst im Dunkeln und er wollte dich beschützen. So süß. Aber es war wohl so gemütlich, dass du sehr tief schlafen konntest. Hast du nichtmal gesagt, dass du im Schlaf geschnarcht und gesabbert hast?“
Beide verfallen in schallendes Gelächter. Ich nicht. Ich finde das gar nicht lustig. Eigentlich wollte ich dich aus meinen Gedanken verbannen. Erst jetzt fällt mir wieder dein Anruf von gestern Abend ein. Als meine Freundinnen mich anschauen, ist erst ein Fragezeichen in ihrem Gesicht zu sehen. Langsam kommt die Erkenntnis und sie blicken beide zu Boden. Toll, die Stimmung ist jetzt also am Tiefpunkt. Von jetzt auf gleich, kann sich die Atmospäre so schnell ändern. Plötzlich klingelt mein Handy. Ich blicke darauf und lasse es weiterklingeln, was meinen Freundinnen einen skeptischen Blick entlockt. Na toll, das hat mir jetzt noch gefehlt,denke ich. Viel zu schnell reißt Jule mir das Handy aus der Hand, ich kann gar nicht reagieren, da sagt sie schon: „Aha. Henry. Was für ein Zufall, dass er gerade jetzt anruft. Wieso gehst du nicht ran?"
„Gestern bin ich auch nicht dran gegangen. Ich will ihn nicht sehen."
„Gestern?", fragen beide gleichzeitig. Sabrina redet alleine weiter:"Er hat dich drei Tage hintereinander versucht zu erreichen. Der ist aber hartnäckig. Esther, vielleicht solltest du ihn doch treffen. Es scheint ihm wichtig zu sein."
„Ich weiß nicht. Ich mein, was wird der denn jetzt von mir denken? Erst heul ich rum und dann schrei ich ihn noch an."
„Tja. Wenn du ihm aus dem Weg gehst, wirst du es nie erfahren."
Mittlerweile ist der Klingelton verstummt.
„Ich will lieber nicht mehr darüber reden." versuche ich abzulenken. Doch Jule stimmt Sabrina zu: „Jetzt, weich nicht aus. Du solltest dich damit auseinandersetzen. Wir beide sind dafür, dass du ihm eine Chance gibst. Was spricht denn dagegen, dass ihr euch trefft?"
Ich schweige lange, bevor ich sage: „Vielleicht mache ich mir dann zu viele Hoffnungen. Ich will von ihm nicht nocheinmal enttäuscht werden, das hat er letztens schon geschafft. Ich hatte damit einfach nicht gerechnet, umso enttäuschter war es ja."
„Ach süße.", beide streichen mir über mein Haar und wollen mich aufmuntern. Ich bin froh, dass das jetzt gesagt ist. Es stimmt, ich würde dich liebend gerne wiedersehen. Aber ich habe Angst davor. Wie es sein wird und wie es werden wird.
„Du solltest das Risiko eingehen. Vielleicht wirst du nicht enttäuscht sondern erfreut sein. Ruf ihn gleich zurück." fordert mich Sabrina auf und hält mir mein Handy entgegen. Doch ich verschiebe es auf heute Abend. Ich verspreche ihnen, ihn heute Abend anzurufen. Damit lüge ich meine besten Freundinnen an, denn mit großer Gewissheit werde ich es nicht machen aber ich will endlich das Thema wechseln. Ich schaffe es einfach nicht über ihn nachzudenken, meine Gedanken kreisen immer dann wild durcheinander. 


Irgendwie wird die Stimmung nicht mehr so heiter wie vorher. Es herrscht eine unangenehme Anspannung. Und das kann jeder von uns spüren. Deswegen verabschieden wir uns schon am frühen Abend und gehen nach Hause.