Sonntag, 5. Oktober 2014

the beginning of something new - 12



So langsam normalisierte sich mein Leben wieder. Morgens stehe ich auf, gehe in die Schule, komme mittags heim oder gehe mit Freunden noch in die Stadt und abends gehe ich schlafen.
Tag für Tag.
Und Tag für Tag schreiben wir. Morgens fragst du mich, wie ich geschlafen habe. Abends wünschst du mir eine gute Nacht. An manchen Tagen haben wir uns mehr zu erzählen, an anderen Tagen eher weniger. Trotzdem erfahre ich genug über dich.
Du findest Schule anstrengend, wie ich. Oft kommt es vor, dass du total unmotiviert bist. Weißt du was, das geht jedem mal so. Du unternimmst viel mit deinen Freunden, verbringst fast jeden Tag mit ihnen. Du bist nicht gerne alleine, was sich wohl nicht geändert hat. Genauso ging es dir früher. Ich kann mich erinnern, wie ich als Kind oft bei dir übernachtet habe. Tagsüber als wir die Welt entdeckten warst du mein mutiger Held. Aber abends, als es dunkel wurde, lagen wir beide eng beieinander, damit wir besser schlafen konnten. Wir fühlten uns zu zweit eben stärker als alleine.
Nun hast du deine Freunde, die dir Kraft geben. Ich habe meine. Aber glaubst du nicht an die eine Person, die für dich da ist, in allen Zeiten und die dir Kraft gibt? Nenn mich altmodisch oder naiv. Ich bin davon überzeugt,dass es diese Person gibt.

Nach einem Monat haben wir also den Freundschaftsstatus erreicht. Leider haben wir uns seit dem Tag im Park nicht mehr gesehen. Ich wünsche mir, dich wieder zu sehen. Jetzt, wo ich schon mehr über dich weiß ,wie stehst du mir gegenüber? Werde ich dich anders sehen?
Du schlägst vor, dich in der Stadt zu treffen. Nur, was sollen wir machen? „Das entscheiden wir spontan“, schreibst du mir.

Endlich ist es soweit, am morgigen Samstag werden wir uns wiedersehen. Innerlich spüre ich eine Freude und etwas Aufregung. Was ist, wenn es blöd wird? Ständig mache ich mir Gedanken und bin in der Schule wieder mal  abwesend. Meine Freundinnen merken natürlich gleich, dass ich unaufmerksam bin. Als ich ihnen erkläre, dass ich dich morgen treffe, schauen sie mich grinsend an.
„Was ist denn?“, frage ich sie verwirrt.
„Du freust dich ja richtig.“, antwortet Sabrina. Etwas in ihrer Stimme schwingt mit, dass sie damit mehr meint als sie sagt.
„Wir haben uns ja schon länger nicht mehr gesehen“, weiche ich aus.
„Aha.“Jule zieht eine Augenbraue hoch und schaut skeptisch. Sie denken beide wirklich, dass hinter meiner Freude noch etwas anderes steckt.
„Wir sind doch nur Freunde. Tut nicht so. Kann man nichtmal mit einem Jungen befreundet sein ohne Hintergedanken? Außerdem ist das doch absurd. Ich kenne Henry schon so lange“, versichere ich ihnen. Dabei spreche ich die Wahrheit. Endlich sind wir wieder Freunde, das gefällt mir einfach.
„Ist ja schon gut. Wir sagen ja nichts.“ erwiedert Sabrina. Nein, aber sie haben es gedacht. Das reicht schon. Mir war klar, dass das irgendwann zur Sprache kommt.
„Es ist schön, wenn man alte Freundschaften auffrischt.“
„Ja“,  antworte ich knapp, weil ich nicht weiter darauf eingehen will. Damit ist dieses Thema erledigt und wir reden von etwas Anderem.



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Der Teil erscheint erst heute, weil mein Computer gestern leider hing. Aber endlich hat es geklappt und ihr könnt weiter lesen. Danke für eure Geduld :)

Kommentare:

  1. einfach nur klasse !
    liebe grüße evelyn

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  2. jaaaa neuer teil der story *-*
    sehr schön :)
    hoffe bald gehts weiter....

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  3. schön :) bin froh das es jetzt endlich weiter geht ^^

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  4. sehr schön :) habe grade alle teile am stück durchgelesen, das hat suchtfaktor :D

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  5. ohhh grade gesehen das du wieder am bloggen bist *-*
    voll die freude :)

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